FAQ & Glossar

Die wichtigsten Fragen kompakt beantwortet.

Allgemeines zur Wissenschaftlichen Weiterbildung


Die wissenschaftliche Weiterbildung umfasst sämtliche Studienangebote, die oftmals nach einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss und nach einer Phase beruflicher Tätigkeit wahrgenommen werden und die im Hinblick auf die Adressatengruppe inhaltlich und didaktisch-methodisch auf Hochschulniveau entsprechend aufbereitet sind sowie das spezifische Zeitbudget Berufstätiger berücksichtigen. Wissenschaftliche Weiterbildung knüpft üblicherweise an berufliche Erfahrungen an, setzt aber nicht zwingend einen Hochschulabschluss voraus. Sie kann abschlussbezogen (z. B. Zertifikat, Zeugnis, Weiterbildungs-Master), oder auch nicht abschlussbezogen sein. Sie ist in der Regel berufsbezogen, kann aber auch einem allgemeinen Erkenntnisgewinn dienen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftliche_Weiterbildung Auf WIBKO.de finden Sie alle berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote der Hochschulen in Sachsen-Anhalt.

Laut Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (Quelle) können folgende Personengruppen ein Studium aufnehmen:

  • Personen, die über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder eine vom Ministerium anerkannte vergleichbare andere Vorbildung verfügen,
  • Personen, die über hochqualifizierende/berufliche Fortbildungsabschlüsse wie Techniker*in, Betriebswirt*in, Fachwirt*in oder Meister*in verfügen und
  • sonstige beruflich Qualifizierte nach erfolgreichem Absolvieren einer Feststellungsprüfung oder eines Probestudiums.

Generelle Voraussetzungen für die Feststellungsprüfung: eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens drei Jahre hauptberufliche Tätigkeit. Generelle Voraussetzungen für das Probestudium: eine durch Bundes- oder Landesrecht geregelte und erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung sowie eine mindestens dreijährige hauptberufliche Berufspraxis, jeweils in einem zum angestrebten Studiengang fachlich verwandten Bereich. Das Nähere zum Probestudium und zur Feststellungsprüfung inklusive hochschulspezifischer Zulassungsvoraussetzungen regeln die Hochschulen in einer Ordnung. Informieren Sie sich gerne genauer bei unseren Ansprechpartner*innen, wenn Sie sich für den Hochschulzugang qualifizieren möchten.

Noch Fragen? Schicken Sie uns eine E-Mail an service@wibko.de.

Für die berufliche Qualifizierung stehen eine Reihe von Förderprogrammen, Studien- und Bildungskrediten oder Studiendarlehen zur Verfügung: Fördermöglichkeiten im Überblick

Bewerbungsfristen für das Wintersemester (jeweils für das Jahr, in dem das Studium begonnen wird)

  • zulassungsbeschränkte Bachelorstudiengänge: bis 15. Juli (Wintersemester) / bis 15. Januar (Sommersemester)
  • zulassungsbeschränkte Masterstudiengänge: bis 15. Juni
  • berufsbegleitende Studiengänge und nicht zulassungsbeschränkte Studiengänge: in der Regel bis 31. August (Wintersemester) / 28.02. (Sommersemester)
  • die Fristen für Vorträge, Seminare und Module finden Sie direkt beim Lehrgang auf WIBKO.de

Die Höhe der Kosten für die einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf WIBKO.de. Daneben sollten Fahrt-, Übernachtungs- und Sachkosten (z. B. Bücher, Ausleihgebühren, Kommunikation) einkalkuliert werden.

Das Angebot an wissenschaftlichen Weiterbildungen ist vielfältig. Es geht von einem Tag, über ein Wochenende hin zu einem ganzen Studium: Die „Essenz der Kompetenz“ aller drei Hochschulen sind individuell durchdachte berufsbegleitende Leistungspakete für Sie:

  • Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen ab einem Tag
  • Modul- und Zertifikatsangebote
  • berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge

Eine Übersicht aller Angebote finden Sie auf WIBKO.de.

Für berufsbegleitende Studiengänge kann die Bewerbung online auf den Internetseiten der entsprechenden Hochschule oder per Post als Antrag auf Immatrikulation erfolgen. Für alle anderen Formate finden sich die entsprechenden Links zur Anmeldung unter dem Angebot auf WIBKO.de.

Die Dauer richtet sich nach der ausgewählten Veranstaltung, von einem Tagesseminar bis hin zu mehreren Semestern in einem berufsbegleitenden Studiengang. In der Regel dauert z. B. ein Bachelorstudiengang sechs bis acht Semester, das Masterstudium zwei bis fünf Semester. Die genaue Dauer der einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf WIBKO.de.

Berufsbegleitendes Studium


Es können Leistungen zum Beispiel aus einem früheren Studium oder weitere außerhochschulisch erworbene Qualifikationen/Qualifikationen aus der beruflichen Bildung auf das neu zu beginnende berufsbegleitende Studium angerechnet bzw. anerkannt werden. Den Studierenden werden hierdurch ECTS gutgeschrieben, welche es unter Umständen ermöglicht, in ein höheres Fachsemester einzusteigen. Die Studiendauer kann sich somit zum Teil erheblich verkürzen.

Das Selbststudium beinhaltet alle Zeiten, die für Vor- und Nachbearbeitung der Lehrveranstaltung erforderlich sind. Dazu gehören z. B. Literaturrecherchen, Bibliotheksbesuche, Texte bzw. Exzerpte erstellen, die eigenständige Anfertigung bzw. Bearbeitung von Hausarbeiten, Gruppenarbeit, Prüfungsvorbereitung.

Da Lehrveranstaltungsinhalte oftmals in Lernmanagementsystemen (z. B. Moodle) zur Verfügung gestellt werden, sind ein Internetanschluss sowie ein MS—Office-Paket erforderlich. Außerdem erhalten Sie von uns – wenn erforderlich – Skripte, Bücher und andere Unterlagen.

Als Workload wird die studentische Arbeitsbelastung bezeichnet, die die Zeit während der Präsenzveranstaltungen und die Zeit des Selbststudiums einschließt. In den Modulhandbüchern ist der Workload in den ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) Punkten ausgewiesen. Ein ECTS Punkt entspricht einem Arbeitsaufwand zwischen 25 und 30 Stunden.

  • Bachelor: 6 – 7 Semester (abhängig vom Studiengang)*
  • Master: 2 – 5 Semester (abhängig vom Studiengang)*

* Die Regelstudienzeit beinhaltet die Semesterzahl, die für das Absolvieren eines Vollzeitstudienganges benötigt wird.

Das berufsbegleitende Studium ist so konzipiert, dass es sich mit einer Vollzeit- oder Teilzeit-Berufstätigkeit vereinbaren lässt. Dabei werden meist die klassischen Präsenzphasen mit computer- bzw. internetbasierten Lehranteilen (E-Learning/Blended Learning) und Phasen des Selbststudiums kombiniert. In den Präsenzphasen finden Vorlesungen, Seminare und Übungen statt. Vorlesungen dienen der Darstellung grundlegender Zusammenhänge und der Systematisierung theoretischen Wissens sowie der Methodologie wissenschaftlicher Arbeit. In ihnen werden abgegrenzte Stoffgebiete unter Heranziehung neuer Forschungsergebnisse in übersichtlicher Form dargestellt. Die Vermittlung von Lehrinhalten im Seminar erfolgt durch Dialog- und Diskussionsphasen zwischen Lehrenden und Studierenden. In Übungen wird der Lehrstoff in systematischer Weise durchgearbeitet. Lehrende leiten die Veranstaltungen, stellen Aufgaben und bieten Lösungshilfen an. Die Studierenden arbeiten einzeln oder in Gruppen.

Die Dozent*innen beantworten Fragen per E-Mail – auch außerhalb der Präsenzzeiten.

Dies ist auf Antrag vor Beginn der entsprechenden Veranstaltung und nach individueller Prüfung durch den Prüfungsausschuss möglich.

Neben den Präsenzzeiten sind Selbststudienzeiten einzuplanen. Bei allen berufsbegleitenden Angeboten wird pro Woche mit einem Zeitaufwand von 10 – 20 Stunden gerechnet.

Begriffserklärungen


Ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht es Berufstätigen, neben dem Beruf zu studieren. Neben dem theoretischen Wissen werden hier die beruflichen Erfahrungen der Weiterbildungsstudierenden mit einbezogen. Nähere Informationen zu den berufsbegleitenden Studiengängen finden Sie unter der entsprechenden Rubrik.

Zielgruppe von berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengänge sind insbesondere Berufstätige, die

  • zukünftig Führungsaufgaben übernehmen wollen,
  • neue Aufgabenfelder in ihrem Beruf bzw. eine Spezialisierung anstreben,
  • sich akademisch weiterbilden wollen,
  • in einem Berufsfeld arbeiten, das sehr spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten und somit eine ständige Auffrischung/Aktualisierung erfordert.

Modulangebote bestehen aus den einzelnen Bausteinen eines weiterbildenden Studienganges, welche separat und frei wählbar studiert werden können. Der Umfang der Module richtet sich nach den jeweiligen studiengangsspezifischen Studien- und Prüfungsordnungen.

Ein Modul ist ein inhaltlich zusammenhängender Lehr- und Lernabschnitt, der durch eine Prüfungsleistung oder sonstige überprüfbare Studienleistungen abgeschlossen werden muss. Diese können nach Abschluss gegebenenfalls auf einen Studiengang anerkannt werden.

Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen sind kurze Qualifizierungsangebote, welche keine Immatrikulation oder Hochschulzugangsberechtigung erfordern. Manchmal werden sie auch als kleinteilige Anebote bezeichnet. Sie sind offen für Interessierte, die den inhaltlichen Anforderungen entsprechen. Die Teilnehmer erhalten eine entsprechende Teilnahmebescheinigung.

Bei einem Zertifikatsangebot handelt es sich um modularisierte Zusatzangebote, die nicht Bestandteile eines Studienganges sind. In der Regel werden diese durch eine Prüfungsleistung abgeschlossen und nach erfolgreichem Ergebnis mit ECTS bewertet. Module können auch ohne Prüfung mit einer Teilnahmebestätigung ohne ECTS absolviert werden.

Das Projekt „Wissenschaftliche Weiterbildung für KMU in Sachsen-Anhalt 2019–2021″ wird im Rahmen des Operationellen Programms aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. WIBKO ist Teil dieses Projektes.